Tag des offenen Denkmals macht auf unschöne Aspekte aufmerksam

Der morgige Sonntag ist als bundesweiter Tag des offenen Denkmals ausgeschrieben. Ziel ist, auf unbequemes Erbe aufmerksam zu machen. Einige Zahlen:

  • Anzahl in Sachsen geöffneter Gebäude, Schlösser, Parks und Anlagen: ca. 700

Beispiel für ein sächsisches Denkmal mit Sanierungsbedarf: Schloss Hubertusburg

  • Standort: Wermsdorf (Mittelsachsen)
  • Besonderheit: größtes barockes Jagdschloss Europas
  • aktuelle Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in extra für diesen Zweck rohbausanierten Räumen

Zahlen zum Denkmalschutz:



  • Ausgaben des Freistaats Sachsen für Pflege und Erhalt von Denkmälern:
    knapp 1,5 Milliarden Euro seit 1991
  • der überwiegende Teil (ca. zwei Drittel) floss in Objekte des Freistaats
  • Förderung der Denkmalpflege: über 500 Millionen Euro
  • zusätzliche Gelder von Bund und Land für den Erhalt des kulturellen Erbes (historische Altstädte): über eine Milliarde Euro
  • Investitionen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in bedrohte sächsische Denkmäler: ca. 51,6 Millionen Euro;
    mit diesem Geld wurden 726 Bauten saniert
  • Gesamtzahl Denkmäler in Sachsen: ca. 103.000 Objekte

Dieser Beitrag ist ein Update zu Studie: Dresden verteidigt Spitzenplatz beim Erhalt historischer Bausubstanz.

Quelle: DNN Online

3 Gedanken zu „Tag des offenen Denkmals macht auf unschöne Aspekte aufmerksam“

  1. Lieber Heiko,
    diesen Eindruck habe ich auch. Denke bei diesem Thema als erstes an die Frauenkirche. Du bist höchstwahrscheinlich länger in Dresden als ich: war das davor auch schon so, oder hat der symbolträchtige Wiederaufbau einen anhaltenden Schub ausgelöst?

  2. Mein persönlicher Eindruck ist, dass insbesondere in Dresden überdurchschnittlich viel in den Erhalt historischer Gebäude investiert und gespendet wird – und auch die Anteilnahme der Bürgerschaft recht hoch ist. Wünschenswert wäre es indes, wenn auch die Industriearchitektur zu mehr Ehren kommen würde.

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