Handynetze: Dresden Erster im deutschen Großstädte-Vergleich

zwei Handies: 90er Jahre vs. 2013

Dresden auf dem obersten Treppchen: Die sächsische Elbmetropole erreichte bei einem Vergleich der Handynetze von zwölf deutschen Großstädten den ersten Platz und darf sich damit inoffiziell „Handy-Hauptstadt Deutschlands“ nennen.

Dresdens Stärke: ausgewogene Leistung

Bewertet wurden das Telefonieren und der mobile Internetzugang, und zwar jeweils mit LTE-Spitzengeräten sowie mit „normalen“ UMTS-Smartphones.

Handy-Netzqualität 2013: Dresdens Punktzahlen beim Telefonieren, beim mobilen Internet sowie die Gesamtbewertung
Dresden punktete mit ausgewogener Netzqualität in allen Bewertungskriterien

Dresdens Bewertungen im Einzelnen

  • Gesamtbewertung: 86,6 Punkte, Schulnote 1,7
  • Telefonieren: 3. Platz, einen halben Punkt hinter Spitzenreiter Frankfurt
  • mobiles Internet: 2. Platz
    UMTS: 98,2% der Webseiten im Zeitlimit (40 Sekunden) ausgeliefert (1.)
    LTE: knapp 95% der Webseiten im Zeitlimit (2. Rang)
  • durchschnittliche Datenraten:
    UMTS: knapp 7,1 MBit pro Sekunde (Downloads); gilt als sehr guter Wert
    LTE: 9,5 MBit/s; gilt als eher mittelmäßig (zu geringer Abstand zu UMTS)

Handynetze: Städterangliste

Hier die Städte-Rangliste:

01. Dresden 86,6 Punkte, Note 1,7
02. Düsseldorf 86,2 Punkte, Note 1,8
03. Dortmund 84,9 Punkte, Note 1,8



04. Hamburg 82,5 Punkte, Note 2,0
05. München 82,3 Punkte, Note 2,0
06. Berlin 76,5 Punkte, Note 2,4
07. Köln 76,4 Punkte, Note 2,4
08. Hannover 74,4 Punkte, Note 2,5
09. Leipzig 74,2 Punkte, Note 2,6
10. Stuttgart 73,3 Punkte, Note 2,6
11. Frankfurt / Main 72,4 Punkte, Note 2,7
12. Nürnberg 61,6 Punkte, Note 3,4

Handynetze im Städtevergleich 2013
City-Netztest 2013: Gesamtbewertung

Handynetze im Großstädtevergleich: Die Methode

Die Studie wurde von Technikern des Computermagazins CHIP durchgeführt. Jede der zwölf Großstädte wurde zwei Mal besucht, insgesamt wurden fast 70.000 Einzelmessungen durchgeführt. Ergebnisse der vier Netzbetreiber (Telekom, E-Plus, O2, Vodafone) wurden, gewichtet nach Marktanteilen, zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Zudem wurde die mobile Internetnutzung mit 60%, das Telefonieren mit 40% gewichtet. Chip.de räumt selbst ein, dass der Städtevergleich bei lediglich zwei Messtagen statistisch auf nicht allzu solider Datenbasis beruht. Immerhin lagen zwei Wochen zwischen den Messungen.

Das Spiel mit den Ranglisten – solche Erfolgsmeldungen trösten über Enttäuschungen wie den letzten Platz im Bahnhofsvergleich hinweg.

Hier finden Sie weitere Artikel zu Ranglisten, meist mit Dresden-Bezug.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Handynetzen in Dresden und anderswo gemacht? Ist ein weiterer Ausbau erforderlich?

Quelle:
Chip.de
Computer-Oiger und die Sächsische Zeitung berichteten ebenfalls.

Österreich hat Wien ... Dresden das Wiener Loch