Ostdeutsche: Verlierer der Energiewende?

Windpark Schneebergerhof. Im Vordergrund eine Photovoltaikanlage mit Dünnschichtsolarzellen. In der Bildmitte eine Windturbine vom Typ Enercon E-66 (1,5 MW), rechts daneben eine Enercon E-126 (7,5 MW) und ganz rechts wieder eine Enercon E-66.

Gibt es bei der Energiewende ein spezielles Ost-West-Gefälle?

  • Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Ostdeutschland:
    29 Prozent;
    zum Vergleich in Westdeutschland: nur knapp über 20 Prozent
  • Vergleich der Strompreise:
    in Ostdeutschland ist die Kilowattstunde durchschnittlich um 0,3 Cent teurer als in Westdeutschland
  • Anteil aller Beschäftigten, die ihr Geld mit erneuerbarer Energie verdienen:
    Ostdeutschland: 1,8 Prozent;
    Westdeutschland: 1,2 Prozent
  • Vergleich der Netzkosten:
    in Ostdeutschland liegen die Netzentgelte durchschnittlich ca. einen Cent pro Kilowattstunde über den westdeutschen;



    Gründe: schwankende Ökostrom-Einspeisung, dünnere Besiedlung

Zudem argumentiert die Sächsische Zeitung, dass die Gewinne aus Wind- und Solarstromproduktion in Ostdeutschland in der Regel an westdeutsche oder ausländische Investoren fließen. So sei sinkende Zustimmung zur Energiewende im Osten nicht verwunderlich. Verwiesen wird auf eine Studie des Deutschen Cleantech Institut und der Gesellschaft Eupd Research.

Was meinen Sie, werte Leser:

Ist die Ost-West-Brille, die in dieser Zusammenstellung bedient wird, mehr als 20 Jahre nach der Wende noch angebracht? Sollte eher diskutiert werden, wie die Kosten zwischen privaten Verbrauchern und industriellen Großkunden aufgeteilt werden?

Der Dresdner Kabarettist Uwe Steimle zu Ost-West-Verhältnissen:




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