Jahresrückblick 2011: Fukushima und Karl Theodor zu Guttenberg werden am stärksten mit dem vergangenen Jahr assoziiert

Fukushima: die zerstörten Reaktoren 3 und 4

Eine Umfrage von Trend Research, bei der 875 Personen online befragt wurden, unterscheidet zwischen nationaler und internationer Ebene. International wird das Jahr 2011 am stärksten mit Fukushima in Verbindung gebracht (von 45% der Befragten genannt). Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen Tsunami sowie den folgenschweren Unfall im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ausgelöst.

An zweiter Stelle steht die Eurokrise (21%).

National ist vor allem Karl Theodor zu Guttenbergs Plagiatsaffäre hängen geblieben (23%), gefolgt vom Tod des Vicco von Bülow (15%), der als Loriot bekannt war, der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland (13%) sowie der EHEC-Epidemie (11%).

Quelle: marktforschung.de



Fukushima: die zerstörten Reaktoren 3 und 4
Die zerstörten Reaktoren 3 und 4 der Atomanlage Fukushima Daiichi

Anmerkung zu Fukushima:
Am 16. Dezember 2011 sprach Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda von erfolgreicher Kaltabschaltung („cold shutdown“); somit seien die schwer beschädigten Reaktoren unter Kontrolle. Nicht nur Umweltschützer kritisierten dies als Irreführung der Bevölkerung. Laut Definition liegt eine Kaltabschaltung vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter weniger als 100 Grad Celsius beträgt. Der Begriff wurde jedoch für den sogenannten Normalbetrieb von Kraftwerken geprägt. In Fukushima Daiichi sind die Brennelemente durch die Druckbehälter geschmolzen; ob sie sich überhaupt noch innerhalb der Gebäude (bestenfalls auf dem Betonboden) befinden, ist unklar.

Die Financial Times Deutschland (inzwischen eingestellt) berichtete.
Detaillierte (englischsprachige) Infos auf enenews.com.




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