Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung steigt / Uniklinik Dresden koordiniert multizentrische Studie

Wenig erfreulich ist der Trend beim sogenannten „Komasaufen“:

  • Seit dem Jahr 2000 wurden deutschlandweit 200.000 Personen unter 20 Jahren wegen Alkoholvergiftungen im Krankenhaus behandelt.
  • Die jährliche Anzahl hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.
  • Zwischen 2003 und 2008 wurde durchschnittlich alle 4 Tage ein Minderjähriger zwischen 12 und 17 Jahren betrunken in eine der beiden Dresdner Kinderkliniken eingeliefert.
  • Im Laufe dieser 6 Jahre kamen somit fast zwei Prozent aller in Dresden lebenden Jugendlichen alkoholbedingt ins Krankenhaus.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Dresden koordiniert die Arbeit von vier weiteren Zentren in Rostock, München, Freiburg und Lörrach. Forschungsziele sind:

  • Welche persönlichen Hintergründe gibt es dafür, ob von Alkoholvergiftung betroffene Jugendliche Anzeichen der Alkoholabhängigkeit zeigen?


  • Inwiefern sind sie gefährdet, später im Leben Alkoholprobleme zu bekommen?
  • Sind die bisherigen Gegenmaßnahmen, z. B. im Rahmen des Präventionsprojekts HaLT („Hart am Limit“) wirksam?

Die Studie wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert.

Quelle:
News der Medizinischen Fakultat Carl Gustav Carus
[URL nicht mehr erreichbar]

Die Sächsische Zeitung berichtete am 26./27. November unter der Schlagzeite „Immer mehr junge Komatrinker“.




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