Hochwasser 2013: Schäden in Dresden

Hochwasserspuren im August 2013: behangener Baum am Elbufer

Eine kurze Schadensbilanz des Junihochwassers 2013 in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden:

Kindergärten

  • Anzahl wegen Hochwassers geschlossener Kindertagesstätten und Horte: 66;
    davon betroffene Kinder: ca. 9000
  • Anzahl Kinder, die in der vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen angebotenen Notbetreuung untergebracht wurden: bis zu 100 pro Tag

Schulen

  • betroffene Schulen: 3 schwer, 4 weitere mit mittelschweren bis leichten Schäden
  • 10. Grundschule: ca. 171 Schülerinnen und Schüler betroffen;
    Ausweichquartier: 113. Grundschule
  • 95. Grundschule „Caroline Neuber“ in Laubegast
    voll ausgebauter Keller und Sporthalle überflutet;
    betroffene Schülerinnen und Schüler: 330;
    Ausweichquartier: 93. Grundschule
  • 64. Mittelschule „Hans Grundig“: ebenfalls in Laubegast
    ähnliche Schäden wie in der 95. Grundschule;
    betroffene Schülerinnen und Schüler: 457;
    Ausweichstandort: 121. Mittelschule
  • weitere betroffene Schulen (Wasserstand im Keller bis 50 cm):
    65. Grundschule, 44. Grundschule, 12. Grundschule, 91. Grundschule

Straßen

  • während des Hochwassers nicht passierbare Straßenkilometer: 120;
    Gesamtlänge des Dresdner Straßennetzes: ca. 1.500 Kilometer;
    direkt überschwemmte Straßenlänge: ca. 60 Kilometer


  • Anzahl weggespülter Gullydeckel: ca. 200
Spuren des Juni-Hochwassers in Dresden, Sommer 2013
Nachtrag: Sogar Ende August 2013 sind die Spuren des Juni-Hochwassers am Elbufer noch gut sichtbar.

Weitere Schäden & Zahlen

  • überschwemmte Freibäder: 3
    Stauseebade Cossebaude, Freibad Wostra, Strandbad Wostra
  • zahlreiche Schäden an Sportplätzen und Bootshäusern
  • Anzahl Unternehmen, die bis 11.6. die Soforthilfe des Freistaates Sachsen in Höhe von 1.500 Euro in Anspruch nahmen: über 150;
    überwiegend handelte es sich um Kleinstgewerbetreibende (Handel, Handwerk, Gastronomie)
  • geschätzter Gesamtschaden bei der DVB (Dresdner Verkehrsbetriebe): ca. 18 bis 20 Mio. Euro
  • geschätzter Schaden bei der DREWAG: ca. 27 Mio. Euro
  • geschätzter Gesamtschaden an kommunalen Einrichtungen inkl. DVB und DREWAG: ca. 80 Mio. Euro

Geschätzte Schadenssummen in anderen sächsischen Landkreisen:

  • Sächsische Schweiz: ca. 250 Mio. Euro
  • Leipziger Umland: ca. 232 Mio. Euro
  • Grimma: ca. 134 Mio. Euro
  • Pirna: ca. 69 Mio. Euro
  • Bad Schandau: ca. 40 Mio. Euro, davon 7 Mio. für den Wiederaufbau der Toskana-Therme
  • Königstein: ca. 26,5 Mio. Euro

Dieser Beitrag ist ein Update zu Hochwasserschäden in Sachsen 2013.
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Quellen:
dresden.de [URL geändert]
radiodresden.de [URL nicht mehr erreichbar]
bild.de

Yenidze / Dresden: Die Perle im "Nahen Osten"

2 Gedanken zu „Hochwasser 2013: Schäden in Dresden“

  1. Spendeneingang bei „Dresdner helfen Dresdnern“ bis 20.6.: über 860.000 Euro; am 19.6. wurde ein Scheck über 500.000 Euro an die Diakonie Sachsen übergeben

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