Hochwasserschäden in Sachsen 2013

Zahlen zu Hochwasserschäden in Dresden 2013, bezogen auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, auf Hochwasserschutzanlagen, Pegel und Gewässer:

Blick über Carolabrücke und Albertbrücke zur Waldschlösschenbrücke, 6.6.2013

Hochwasser-Schutzanlagen, Gewässer 1. Ordnung

  • Gesamtschaden: knapp 300 Millionen Euro
  • Länge der Gewässerabschnitte an Elbe und Mulde, bei denen Alarmstufe 3 oder 4 erreicht wurde: ca. 1.800 km
  • Schaden an Gewässer-Infrastruktur: ca. 250 Millionen Euro
    Stand dieser Schätzung: 21.6.2013
    Mit Gewässer-Infrastruktur sind Deiche, Hochwasserschutzmauern, Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken sowie die Gewässer selbst gemeint.
  • Länge der Hochwasserschutzdeiche an Elbe und Mulde, bei denen dringender Instandsetzungsbedarf besteht: 230 km
  • Anzahl Deichbrüche, die Sofortsicherungsmaßnahmen erforderlich machen:
    ca. 40

Pegelnetz

  • Schäden betreffen Hochwassermelde-Pegel bzw. gewässerkundliche Pegel, d. h. Messeinrichtungen, Technik zur Datenfernübertragung, Beschädigungen der Messprofile sowie Gebäudeteile
  • geschätzte Kosten für die nachhaltige Beseitigung der Schäden:
    ca. 1,5 Mio. Euro

Landwirtschaft



  • derzeitige gemeldete Schadenssumme: 35,4 Mio. Euro;
    weitere Steigerungen dieser Summe sind zu erwarten

Forstwirtschaft

  • Schadenssumme gesamt: ca. 10,2 Mio. Euro; davon:
    Staatswald: 6,4 Mio. Euro
    Privat- und Körperschaftswald: 3,8 Mio. Euro
  • Der Großteil der Schäden (ca. 70%) entfällt auf die Landkreise Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis, Sächsische Schweiz – Osterzgebirge

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL)

  • Schäden an Liegenschaften: ca. 400.000 Euro
  • am stärksten betroffene Einrichtungen:
    Lehr- und Versuchsgut Köllitzsch; Hauptgestüt Graditz

Dieser Beitrag ist ein Update zu Hochwasserschäden 2013: Schätzungen der Versicherer. Hier finden Sie weitere Artikel zum Stichwort Hochwasser.

Quelle: Dresden Aktuell [URL nicht mehr erreichbar]

3 Gedanken zu „Hochwasserschäden in Sachsen 2013“

  1. Makroökonomisch: gut möglich. Wahrscheinlich um den Preis wachsender Verschuldung der öffentlichen Hand (Kommunen, Länder- und Bundeshaushalt).
    Mikroökonomisch: Wie so oft wird es wohl Gewinner und Verlierer geben … Was nützt mir ein Wirtschaftsboom, wenn mein Haus abgesoffen ist und von dem Boom wenig bei mir ankommt?

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