Lohnentwicklung in Sachsen im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung

200-Euro-Schein

Zahlen zur Lohnentwicklung in Sachsen im Vergleich zu Gesamtdeutschland:

Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer (=Durchschnittslohn pro Arbeitnehmer):
in Euro / Veränderung gegenüber dem Vorjahr / in Prozent des gesamtdeutschen Arbeitnehmerentgelds („Deutschland = 100“)

  • 1991: 13.312 € / 54,5% des gesamtdeutschen Durchschnittsentgelds
  • 1992: 17.386 € / +30,6% / 64,5%
  • 1993: 20.004 € / +15,1% / 71,3%
  • 1994: 21.395 € / +7,0% / 74,1%
  • 1995: 22.758 € / +6,4% / 76,3%

Die Dynamik der frühen 1990er Jahre ging in den Folgejahren verloren, das Wachstum war nie höher als 2,0%; im Vergleich zu Gesamtdeutschland lag Sachsen bis 2002 zwischen 77% und 78%.

  • 2003: 25.748 € / +1,9% / 78,3%
  • 2008: 27.211 € / +2,9% / 79,4%
    Das war das höchste Wachstum seit 1995.
  • 2009: 27.621 € / +1,5% / 80,5%
    Erstmals wurden über 80% des gesamtdeutschen Lohnniveaus erreicht.
  • 2010: 28.449 € / +3,0% / 80,9%
  • 2011: 29.361 € / +3,2% / 81,1%
  • 2012: 29.874 € / +1,7% / 80,5%

Es gibt also weiterhin eine Tendenz zur Angleichung der Lohnniveaus, diese war allerdings nur in den ersten Jahren nach der Wende dynamisch. In den letzten 15 Jahren konnte Sachsen nur etwa 3% der Lücke zum gesamtdeutschen Lohnniveau schließen.  Geht der Aufholprozess in diesem Tempo weiter, dauert es noch ein schlappes Jahrhundert, bis sächsische Löhne das „Westniveau“ erreicht haben. In welcher Währung dies dann gemessen wird, ist eine andere Frage …



Dieser Beitrag ist ein Update zu Lohnabstand zwischen Sachsen und westdeutschen Bundesländern gestiegen. Siehe auch Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern im Osten geringer.

Ausführlichere Zahlen liefert das Statistische Landesamt in Kamenz.




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