Bevölkerungsrückgang in Sachsen, Wachstum in Dresden

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung* soll die Bevölkerung Sachsens bis 2030 um 10,4% sinken, auf dann 3,73 Mio. Einwohner. Gleichzeitig soll der Anteil der Über-80-Jährigen um 53% steigen, sodass dann jeder zehnte Bewohner dieses Alter erreicht hat.



Der Bevölkerungsverlust geht auf die hohe Zahl der Sterbefälle sowie auf Abwanderung vor allem aus ländlichen Gebieten zurück und kann nicht durch die steigenden Geburtenzahlen ausgeglichen werden.

Vergleich mit Gesamtdeutschland:
Bevölkerungsrückgang mit 3,7% deutlich geringer als in Sachsen; der Anteil der Über-80-Jährigen soll mit +60% bundesweit sogar stärker steigen als in Sachsen.

Einwohnerentwicklung einzelner Kommunen:

Erfreulich die Prognose für Dresden: +11,8%
Im bundesweiten Vergleich steht Dresden damit gut da: München +15%, Hamburg +7%, Berlin +6%; zum Vergleich Dessau -22%, Salzgitter -19%.

Wachstum wird auch für Leipzig vorhergesagt: +8,8%
Rückgang dagegen in weiteren Kommunen:
Chemnitz: -10,6%
Sächsische Schweiz / Osterzgebirge: -11,2%
Kreis Leipzig: -11,3%
Kreis Meißen: -13,4%
Kreis Nordsachsen: -15,1%
Kreis Bautzen: -19,1%
Kreis Zwickau: -19,9%
Kreis Görlitz: -20,0%
Mittelsachsen: -20,2%
Vogtlandkreis: -21,2%
Erzgebirgskreis: -22,8%

Weitere Quellen:
Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung
Informationen speziell zu Sachsen

Die Sächsische Zeitung berichtete am 27.10.2011; das Archiv ist offenbar nicht kostenlos abrufbar.
[* Ursprünglicher Link nicht mehr erreichbar]

Dieser Artikel ist ein Update zu Dresden: Top 10 der wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands / Bevölkerungsrückgang prognostiziert und zu Dresden 2009: Geburtenhauptstadt Deutschlands.




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