Die Technischen Sammlungen Dresden in Zahlen

Technische Sammlungen Dresden, Außenansicht

Einige Zahlen zu den Technischen Sammlungen der Stadt Dresden (Junghansstraße 1, an der Schandauer Straße, Haltestelle Pohlandplatz), zunächst eine Zeittafel:

Geschichte des Gebäudes

  • 1889 Heinrich Ernemanns Unternehmensgründung als kleine Kameratischlerei
  • 1898 Bau des ursprünglichen Fabrikgebäudes der erfolgreichen Heinrich Ernemann Aktiengesellschaft für Camerafabrikation in Dresden
  • 1907 Anbringung der 1903 von Hans Unger entworfenen Lichtgöttin, eines Mosaiks, das als Markenzeichen der Firma diente
  • 1915 Baubeginn für den Neubau der Fabrikgebäude
  • 1918 Fertigstellung des Flügels Junghansstraße
  • 1923 Fertigstellung des Gebäudeteils an der Schandauer Straße mit Turm
  • 1938 Ergänzung eines Flügels an der Glashütter Straße
  • 1992 Aufgabe der Produktion von Fotoapparaten durch die Firma Pentacon

Museumsgebäude der Technischen Sammlungen mit dem 48 Meter hohen Ernemann-Turm

Museumsgeschichte der Technischen Sammlungen

  • 1966 Gründung als Polytechnisches Museum
    Ziel: Unterstützung der technischen Allgemeinbildung
  • 1993 Umzug in den Ernemannbau, Umbenennung in Technische Sammlungen
    Ziel: Informations- und Kommunikationszentrum;
    Erforschung und Präsentation der Technik- und Industriegeschichte Dresdens und Sachsens
  • 1993 Gründung des Deutschen Instituts für Animationsfilm e. V. (DIAF)
  • 2002 Eröffnung der Dauerausstellung Kontraste und Visionen durch das Deutsche Institut für Animationsfilm
  • 2007 Ausstellungseröffnung Foto Kino Dresden
    1955 – 1990 bestand ein staatliches DEFA-Studio für Animationsfilm mit 250 Mitarbeitern;
    Anzahl produzierter Filme: ca. 1.500
    Anzahl Puppenfiguren und Requisiten: über 100

Weitere Zahlen zur Ausstellung

  • Wahrzeichen des Museums: der Ernemannturm; Höhe: 48 Meter
  • Ausstellungsfläche: ca. 3.000 m²; geplant ist eine Erweiterung auf 6.000 m²
  • historische Spannweite: Technikgeschichte der letzten 150 Jahre,
    d. h. seit der sog. Industriellen Revolution
  • Gesamtzahl Objekte: über 25.000
  • jährliche Erweiterung der Sammlungen: mehrere hundert Objekte;


    Hauptquelle: Schenkungen aus Privatbesitz

  • Anzahl Experimente im Experimentierfeld: über 50;
    Beispiele: Windkanone; Einfrieren der Schatten an der Wand; Teller schweben lassen
  • Ausstellung über Feuergefahr und Feuerwehr:
    Ausstellungsfläche: ca. 600 m²
    Anzahl Objekte: über 400
  • „Spuren von Wirklichkeit“: Speichertechnik für Musik, Sprache, Geräusche
    Ausstellungsfläche: ca. 250 m²
    Probierobjekte: z. B. Tonbandgerät „Smaragd“; mechanische Plattenspieldose aus den 1890er Jahren

Robotron R300 Großrechner aus der DDR, Bedienteil , IBM 1401 Nachbau

Dresden als Zentrum der Foto- und Kino-Industrie:

  • 1923 Markteinführung der Filmkamera „Kinamo“
    („entfesselte Kamera“ von Avantgardefilmen)
  • 1932 „Contax“, galt als beste Kleinbildkamera der Welt
  • 1936 „Kine Exakta“, erste Spiegelreflexkamera im Kleinbildformat
  • 1949 erste „Praktica“

Mit Blick auf die Sammlungsgeschichte kann man die Technischen Sammlungen als „Fortsetzung“ des Mathematisch-Physikalischen Salons sehen, der 2013 im Zwinger wiedereröffnet werden soll.

Weiterlesen:

Fotografie und Geschichte (Historische Einführungen)
Auferstanden aus Platinen: Die Kulturgeschichte der Computer- und Videospiele unter besonderer Berücksichtigung der ehemaligen DDR

Hier finden Sie eine Übersicht über Museen in Dresden und Umgebung, und hier geht’s zu Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet (außerhalb der historischen Altstadt und der Neustadt).

Quellen:
Homepage Technische Sammlungen Dresden
Wikipedia

Österreich hat Wien ... Dresden das Wiener Loch