Schloss Wackerbarth in Zahlen

Schloss Wackerbarth, Radebeul

Schloss Wackerbarth befindet sich eine knappe halbe Autostunde von Dresdens Altstadt entfernt in Radebeul, Wackerbarthstraße 1. Einige Zahlen & Fakten, zunächst eine Zeittafel:

August Christoph von Wackerbarth (1662–1734)

Der Namensgeber: Graf von Wackerbarth

  • Namensgeber: August Christoph Graf von Wackerbarth (1662 – 1734)
    1690 / 91 Beginn seiner militärischen Karriere
    1707 Hochzeit mit Katharina Paulina Maria Balbiani;
    er hatte sie als Gesandter Augusts des Starken in Wien kennen gelernt
    1710 Mitglied des Geheimen Rats, Kabinettsminister;
    heute ist er vor allem als Bauherr bekannt;
    ihm unterstanden die Architekten Pöppelmann, Longuelune und Knöffel
  • 1727 – 1729 Graf von Wackerbarth erwirbt mehrere Grundstücke in Radebeul
  • 1730 Johann Christoph Knöffel errichtet das Lößnitzer Weingut unter dem Namen Wackerbarths Ruh mit barockem Herrenhaus, Gartenanlage und Belvedere (Lusthäuschen)
  • 1734 Wackerbarths Adoptivsohn Joseph Anton Gabaleon von Wackerbarth-Salmour übernimmt das gesamte Anwesen

Gründung und Entwicklung der Sektkellerei

  • 1809 – 1846 mehrfache Eigentumswechsel
  • 1836 Gründung der Sektkellerei in der Nähe von Schloss Wackerbarth;
    sie gilt als zweitälteste Sektkellerei Deutschlands
    (nach der Kellerei Kessler aus Esslingen, 1826)
  • 1848 erste überlieferte Verwendung des Markennamens Bussard
  • 1862 Eintragung der „Fabrik moussierender Weine“ (Sekt) ins Handelsregister
  • 1928 Ersteigerung des Anwesens durch die Sächsische Staatsbank

Nachkriegsgeschichte, DDR-Zeit, Volksweingut

  • 1945 Übergabe des Weinguts an die sowjetischen Truppen
  • 1947 Auflösung der Bussard GmbH
  • 1948 Firmierung von Schloss Wackerbarth als Staatsweingut Lößnitz
  • 1949 Umbenennung in VEG Weinbau Lönitz;
    Verwaltung durch das Landwirtschafts-Ministerium
  • 1950 Fusion zum Volksweingut Radebeul
  • 1955 Wiederaufnahme der Sektproduktion unter dem Namen
    Sektkellerei Bussard-Vogt & Co. KG
  • 1958 Beginn der Sektproduktion auf Schloss Wackerbarth
  • 1967 – 1969 Bau einer modernen Produktionshalle zur Sektherstellung

Nachwendezeit: Sächsische Aufbaubank, Architekturpreise



  • 1992 Übernahme des Unternehmens durch das sächsische Staatsministerium für Landwirtschaft unter dem Namen Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth
  • 1998 Weiterführung als Tochtergesellschaft der Sächsischen Aufbaubank (SAB)
  • 1.9.1999 Gründung der Sächsischen Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth als hundertprozentige Tochter der SAB
  • 1999 bis 2002 Umbau der bestehenden Anlage zum heutigen Erlebnisweingut
  • 2004 Architekturpreis für vorbildliche Gewerbebauten der Hypo Realestate Stiftung
    2004 Architekturpreis des Bundes Deutscher Architekten Sachsen
    2004 Bauherrenpreis der Stadt Radebeul
  • 2007 Erster Deutscher Architekturpreis Wein 2007
  • 2011 Schloss Wackerbarth ist Teil der Ausstellung How Wine Became Modern im San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA)

Schloss Wackerbarth an der Sächsischen Weinstraße in Radebeul

Zahlen zu Produktion, Ertrag, Fläche

  • Die Anlage gilt als älteste Sektkellerei Sachsens
  • Sektproduktion im ersten Jahr 1836: ca. 37.000 Flaschen
  • Platz im Weinkeller: ca. 500 Personen
  • aktuelle Mitarbeiterzahl: 130
  • bewirtschaftete Fläche: 104 Hektar
  • Traubenertrag pro Hektar: ca. 38 – 45 Hektoliter

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Für die Sinne:

Katzensprung und Goldener Wagen. Weine und Winzer aus Sachsen
ZZ Gräfin Cosel – Rosé Sekt trocken 0,75 l – Schloss Wackerbarth
Fotopuzzle 1000 Teile – Schloss Wackerbarth

Quelle:
Schloss Wackerbarth – Erlesen Sächsisch

 

 




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