Ein Jahr Hybridbusse: derzeit unwirtschaftlich, aber weitere geplant

Doppeldeckwagen von Dresdens erster Pferdestraßenbahn Böhmischer Bahnhof-Tannenstraße, eröffet 1872

Seit einem Jahr setzen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Hybridbusse ein. Zeit für eine Zwischenbilanz:

  • Anzahl eingesetzter Hybridbusse: 18
  • Anschaffungspreis pro Bus: ca. 700.000 Euro
    Das ist in etwa der doppelte Preis eines herkömmlichen Dieselbusses.
  • geschätzte Einsparung bei Dieselkosten pro Bus: ca. 100.000 Euro
    Annahme: Lebensdauer von 10 Jahren
    Damit amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten bei weitem nicht.
  • geplante Ersparnis bei den Spritkosten: 20 Prozent
    erreichte Ersparnis bei den Spritkosten: 16 Prozent
  • geschätzte Einsparung an Kohlendioxid im Lebenszyklus eines Hybridbusses:
    210 Tonnen


    Auch die Freisetzung von Stickoxiden ist bei Hybridbussen um etwa die Hälfte reduziert.

  • Weiterer Vorteil für Fahrer, Passagiere und Anwohner: Hybridbusse sind leiser
  • Anzahl geplanter Neuanschaffungen: weitere 8 Busse
    Finanzierung über ein Projekt des Bundesumweltamtes
  • Anzahl beantragter Busse über Fördergelder: 18
  • Technisches Problem der Busse im Winter:
    wegen fehlender Motor-Abwärme ist eine zusätzliche Heizung erforderlich, die die Dieseleinsparung zunichte macht.

Bleibt zu hoffen, dass durch die Förderung der Anschaffungspreis dank höherer Stückzahlen künftig deutlich sinkt und die Busse technisch weiterentwickelt werden.

Quelle: Wochenkurier (Link leider nicht mehr erreichbar)

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