Schloss Albrechtsberg in Zahlen

Blickt man von der gegenüberliegenden Elbseite auf die drei Elbschlösser, so liegt Schloss Albrechtsberg links neben dem Lingnerschloss.

Schloss Albrechtsberg im August 2013

Anfangszeit: Prominenter Besuch, u. a. Wagner, Kügelgen, Gottfried Semper

  • 1803-1811 Kauf der Weinberge an der Elbe von “Saloppe” bis “Mordgrund” durch den schottischen Lord James Ogilvy, 7. Earl of Findlater (1750-1811)
  • Errichtung eines Landhauses an der Stelle des heutigen Schlosses
  • 1821 Unter dem neuen Besitzer Johann Gabriel Krebs entwickelte sich das Palais zu einer der beliebtesten Ausflugsgaststätten Dresdens
    Gäste u. a.: Richard Wagner, E.T.A. Hoffmann, Wilhelm von Kügelgen, Gottfried Semper
  • 1850 Kauf des Areals “Findlaters Weinberg” durch Baronin von Stockhausen (1811-1888) im Auftrag von Prinz Albrecht von Preußen (1809-1872)
    Kaufpreis: 16.000 Taler
    Prinz Albrecht hatte den preußischen Hof aufgrund seiner zweiten, nicht standesgemäßen Heirat mit der Gräfin von Hohenau verlassen müssen.
  • Planung des spätklassizistischen Bauwerks durch Adolf Lohse (1807-1867; preußischer Hof- und Landbaumeister, Schüler Schinkels)
  • Planung der Parkanlagen durch Eduard Neide (1818-1883); Ausführung durch Hofgärtner Herrmann Sigismund Neumann
  • 1854 Einzug von Prinz Albrecht und seiner Gemahlin (sie hatten zuvor in der Villa Stockhausen, dem heutigen Lingnerschloss, gewohnt)
  • 1872 Tod Prinz Albrechts

Nach dem Tod Prinz Albrechts

Tafel am Eingang zu Schloss Albrechtsberg

Tafel am Eingang zu Schloss Albrechtsberg

  • 1879 Tod seiner Gattin Gräfin von Hohenau
  • bis zu seinem Tod 1914 bewohnte der jüngere Sohn Friedrich das Schloss, danach sein Bruder Wilhelm
  • 1925 Verkauf des Schlosses an die Stadt Dresden durch Wilhelm
    (Grund: Spielschulden)
  • 1930 Öffnung des Parks für Bürger und Gäste der Stadt zum Osterfest
    Größe der Parkfläche: 13 Hektar

Kriegs- und Nachkriegszeit

  • 1937 Nutzung von Park, Pferdeställen und Reithalle durch eine Reiterstaffel der SA
  • ab 1943 Nutzung der Schlosskeller tagsüber als Luftschutzkeller für Kinder aus Dresdner Kinderheimen
  • bis Kriegsende 1945 blieben die drei Elbschlösser unzerstört
  • anschließend Belegung des Schlosses Albrechtsberg durch Frontsoldaten der Roten Armee; es kam zu Plünderungen und Zerstörung;
    danach kurzzeitig Sitz der Sowjetischen Militäradministration

  • Verkauf des Schlosses durch die Stadt Dresden an das Außenhandelsministerium der UdSSR; 1948 Eröffnung als “Intourist” Hotel”;
    die Renovierung hatte der Architekt Köckritz vorgenommen

Schloss Albrechtsberg in der DDR

  • 1951 Rückkauf des Schlosses durch die Jugendheim GmbH Berlin;
    das Schloss diente als “Pionierpalast Walter Ulbricht” der Freizeitgestaltung von Kindern
  • 1952 Die Stadt Dresden wird erneut Eigentümerin des Schlosses
  • 1977 Schloss Albrechtsberg wird zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt
    (Professor Nadler, Vorsitzender des Denkmalschutzes des Bezirks Dresden)

Schloss Albrechtsberg nach der Wende

  • seit Herbst 1990 Nutzungskonzeption der Stadt Dresden für Schloss Albrechtsberg:
    im Fokus steht das Baudenkmal Schloss mit seiner kulturhistorischen Ausstrahlung; Fortführung der künstlerischen Arbeit mit Kindern durch die “JugendKunstschule Dresden”
  • seit 1991 Hotel- und Gaststättenschule Schloss Albrechtsberg zusätzlich ansässig auf dem Schlossgelände (private Ausbildungsstätte, Cateringpartner)
  • heutige Nutzungsmöglichkeiten:
    Hochzeiten / Eheschließungen, Bälle, Bankette, Konferenzen, Präsentationen, Konzerte, Preisverleihungen etc.
    exclusive Anmietung des gesamten Schlosses oder einzelner Etagen
  • Anzahl Zimmer: etwa 100
  • 25.6.2012: rund 600 Gäste aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft, inklusive einiger Bundes- und Landesminister, beim DNN-Sommerfest auf Schloss Albrechtsberg

Eine besonders schöne Möglichkeit, die Elbschlösser kennen zu lernen, bietet die jährlich stattfindende Schlössernacht.

Souvenirs:

Fotopuzzle 1000 Teile – Schloss Albrechtsberg in Dresden
Mozart auf Schloss Albrechtsberg

Quelle:
schloss-albrechtsberg.de

 




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