Das Lingnerschloss in Zahlen

Lingnerschloss, Dresden

Einige Zahlen zum „Lingnerschloss“, der Villa Stockhausen. Es ist das mittlere der drei „Albrechtschlösser“ auf den Loschwitzer Elbhöhen, zwischen Schloss Albrechtsberg und Schloss Eckberg.

Das Lingnerschloss mit Weinhängen im August 2013

Anfangszeit: Hohenzollern, Familie Stockhausen, Bruno Naumann

  • 1850 Kauf des Weinberges durch die Hohenzollern
  • 1850 bis 1853 Bau von Schloss Albrechtsberg und der Villa Stockhausen
    Standort: eine Sanddüne der Dresdner Heide; Tiefe: bis zu 34 Meter
    Stabilisierung durch Stollen, sodass unterirdische Wasserläufe in gemauerte Schächte geleitet werden konnten
  • 1853 bis 1891 bewohnte Familie Stockhausen das Anwesen
  • 1862 Errichtung des Schweizer Hauses
  • 1891 Nacheigentümer wurde der Industrielle Bruno Naumann;
    im selben Jahr Errichtung des Torhauses

Karl August Lingner

  • 1906 Kauf durch Karl August Lingner
  • 1908 Umbau
  • 1916 Tod Lingners
  • 1921 Das Lingnerschloss geht in den Besitz der Stadt Dresden über „zum Besten der Bevölkerung von Dresden und Umgebung“;
    Errichtung des Mausoleums Karl A. Lingner

Vorkriegszeit, Kriegszeit, Nachkriegszeit

  • 1930er Jahre Nutzung unter anderem als Kinderheim und Bildungsstätte
  • 2. Weltkrieg: Nutzung als Hilfskrankenhaus für Kriegsverletzte
  • 13.2.1945 Lingnerschloss bleibt unversehrt
  • 1945 bis 1947 Nutzung durch Sowjetische Militäradministration

Das Lingnerschloss in der DDR

Tafel am Lingnerschloss, Dresden

  • 1948 bis 1953 Studentenwohnheim der Dresdner Kunstakademie
  • 1953 bis 1955 Leerstand ohne Öffentlichkeit
  • 1955 bis 1993 Heimstatt des Dresdner Clubs, eines Zirkels Dresdner Intellektueller, der auf Anregung des Physikers Manfred von Ardenne gegründet wurde

Das Lingnerschloss nach der Wende: fortdauernde Sanierung



  • 2002 Gründung des Fördervereins Lingnerschloss e. V.
  • 2005 Sanierung des Westturms
  • 2006 Sanierung des Ostturms
  • seit 2006 Nutzung als Veranstaltungsort:
    Kammermusik, Liederabende, Reisevorträge, Lesungen, Themenabende, Theater, Kabarett, Tanznächte, Familienabende, Trödelmärkte, Open-Air-Veranstaltungen
  • ab 2007 Sanierung des Ostflügels
  • Ende 2011 Großspende (GlaxoSmithKline)
  • vollständige Sanierung geplant bis 2014
  • Fläche des Lingnerschen Anwesens: rund 55.000 Quadratmeter

Der Namensgeber Karl August Lingner gründete 1912 das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden.

4. Dresdner Schlössernacht am 14.7.2012 ab 17 Uhr: „Auf romantisch illuminierten Wandelwegen können Sie zwischen Jazz, Rock Pop und Klassik
eine unvergessene Nacht in einmaligem Ambiente erleben.“

Hier finden Sie eine Übersicht über Burgen und Schlösser, und hier geht’s zu Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet (außerhalb der historischen Altstadt und der Neustadt).

Mehr zum Lingnerschloss und seinem Namensgeber:

Fotopuzzle 1000 Teile – Lingnerschloss in Dresden
Karl August Lingner – Leben und Werk eines sächsischen Großindustriellen
Karl August Lingner. Ein Volkswohltäter? (Veroffentlichungen Des Inst.Fur Europaische Geschichte Mainz, Beihefte)

Quellen:
lingnerschloss.de
dresden.de: Elbschlösser [URL geändert]

 

 

Österreich hat Wien ... Dresden das Wiener Loch