Gemäldegalerie Neue Meister in Zahlen

Albertinum: "Zitronenpresse"

Eine kurze Zeittafel zur Gemäldegalerie Neue Meister, die sich heute im Albertinum befindet:

Albertinum (Ausschnitt) mit der "Zitronenpresse", August 2013

Beginn der Sammlung: Zukäufe bei Budgetknappheit

  • Die Dresdner Sammlung definiert den Beginn der Moderne mit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert (Abgrenzung zur Sammlung Alte Meister)
  • 1843 Bernhard von Lindenau scheidet als Minister aus dem sächsischen Staatsdienst aus und stellt bei dieser Gelegenheit bedeutende Mittel für den Ankauf zeitgenössischer Werke zur Verfügung
  • ab 1848: der Akademische Rat der Kunstakademie und Gemäldegalerie stiftet 50% des Reinerlöses aller akademischen Kunstausstellungen für Zukäufe; das Geld bleibt jedoch knapp
  • 1882 nur vier bedeutende Werke der deutschen Romantik im Bestand; je zwei von Caspar David Friedrich und von Ludwig Richter
  • ab 1897 Ankauf zeitgenössischer Werke aus dem Ausland nach der internationalen Kunstausstellung in Dresden
  • 1911 Gründung des Dresdner Museumsvereins und 1917 Gründung des Patronatsvereins der Gemäldegalerie; dadurch bessere finanzielle Ausstattung
  • 1931 Entstehung aus der „Modernen Abteilung“ der Dresdner Gemäldegalerie; erster Standort: Sekundogenitur auf der Brühlschen Terrasse (bis 1945)
Albertinum: berühmte Namen zieren das Gebäude: Erwin von Steinbach, Lionardo, Michelangelo
berühmte Namen zieren das Gebäude, u. a. Michelangelo

Gemäldegalerie Neue Meister im Nationalsozialismus / Kriegsschäden

  • ab 1937 nationalsozialistische Aktion „Entartete Kunst“: Verlust von 56 als bedeutend eingestuften Werken, unter anderem von Edvard Munch, Max Beckmann, Emil Nolde; Insgesamt wurden 437 Kunstwerke aus der Gemäldegalerie, dem Kupferstich-Kabinett und der Skulpturensammlung beschlagnahmt und ins Ausland verkauft
  • 13.2.1945 In einem Lastwagen am Terrassenufer verbrannten auch einige Gemälde der Neuen Meister

Carl Gustav Carus: Ausblick in Hosterwitz

Nachkriegszeit, DDR-Zeit

  • Nach Kriegsende Ausstellung einiger Werke in Schloss Pillnitz; etliche Kunstwerke wurden in die Sowjetunion gebracht und später zurückgegeben
  • 1959 Institutionelle Gründung der Galerie Neue Meister
  • 1965 Bezug des heutigen Domizils im Albertinum (Brühlsche Terrasse)

Die Gemäldegalerie Neue Meister nach der Wende

  • 1994 Gründung der Gesellschaft für Moderne Kunst in Dresden e.V. (GMKD) als Förderverein für die Galerie Neue Meister
  • 2004 Zehnjähriges Jubiläum der GMKD mit einer Ausstellung der von ihr erworbenen Werke; bis heute wurden bereits 39 Bilder erworben


  • 19.6.2010 Wiedereröffnung nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten; u. a. wurde ein hochwassersicheres Depot gebaut (vgl. zur Flut von 2002: War das Elbhochwasser eine Jahrtausendflut?) Das Depot besteht aus einer stählernen Fachwerkkonstruktion, die den Innenhof überspannt: 60 Meter lang, 2700 Tonnen schwer, zwei Geschosse Gesamtkosten für Neubau und Sanierung: 46,7 Mio. Euro 3,4 Mio. Euro kamen aus einer Auktion von 40 Künstlern im Nov. 2002
  • 2014 Designpreis in Gold für das innovative Wegeleitsystem, verliehen vom Bundeswirtschaftsministerium
Blick vom Terrassenufer hinauf zum Albertinum: berühmte Namen
Blick vom Terrassenufer hinauf zum Albertinum

Zum Bestand

  • laut dresden-und-sachsen.de ca. 2.500 Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts; Wikipedia spricht von 3.000 Bildern
  • nur ein Bruchteil davon wird ausgestellt: rund 300 Bilder sind zu sehen

Mehr sehen:
Galerie Neue Meister Dresden, 2 Bde.
Galerie Neue Meister: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Malerei der Romantik. In der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden

Hier finden Sie eine Übersicht über Museen in Dresden und Umgebung, und hier gibt es weitere Sehenswürdigkeiten in Dresdens Historischer Altstadt.

Quellen:
Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Galerie Neue Meister
Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Albertinum
Dresden-und-Sachsen.de: Galerie Neue Meister
Wikipedia




6 Gedanken zu „Gemäldegalerie Neue Meister in Zahlen“

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