Sachsen – eine „Bufdi“-Hochburg?

Was ist überhaupt ein „Bufdi“? Ganz einfach: Jemand, der den Bundesfreiwilligendienst absolviert. Dieser wurde im Zuge der Aussetzung des Wehrdienstes zum 1. Juli 2011 ins Leben gerufen. Damit wurde auch der Zivildienst ausgesetzt.

In Sachsen wird der Bundesfreiwilligendienst vergleichsweise gut angenommen: Bis Ende Februar 2012 haben 4.987 Menschen entsprechende Verträge abgeschlossen. Das einzige Bundesland, das auf noch mehr Freiwillige kommt, ist Nordrhein-Westfalen mit 8.204 – kein Zufall, denn NRW ist das bevölkerungsreichste Land der Republik. Deutschlandweit wurden bereits 37.796 Verträge gezählt.



Weitere Zahlen zu den „Bufdis“:

  • insgesamt sind mehr als zwei Drittel von ihnen jünger als 27 Jahre
  • Ausnahme Sachsen: hier sind nur ein gutes Viertel jünger als 27!
  • 1.300 sächsische „Bufdis“ sind zwischen 51 und 60 Jahre alt
  • 625 sächsische „Bufdis“ sind sogar über 60 Jahre alt
  • Weitere Besonderheit in Sachsen: höherer Frauenanteil
    Sachsen: 2.756 Frauen, 2.231 Männer –> Frauenanteil 55%
    bundesweit: 17.833 Frauen, 19.963 Männer –> Frauenanteil 47%

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann vermutet, dass Langzeitarbeitslose den Freiwilligendienst als berufliche Einstiegschance nutzen. Somit könnte er reguläre Beschäftigung verdrängen.

Haben Sie oder Ihr Umfeld Erfahrungen mit dem Bufdi? Was halten Sie von diesem Freiwilligendienst?

Quelle: Sächsische Zeitung




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