Der Dresdner Zwinger in Zahlen

Dresdner Zwinger, Innenhof

Der Dresdner Zwinger zählt zu den bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und beherbergt in seinen Museen Teile der wertvollen Dresdner Sammlung. Eine Zeittafel über seine Entstehung und Erhaltung:

Dresdner Zwinger, Innenhof
Innenhof des Dresdner Zwinger, der die Gemäldegalerie Alte Meister beinhaltet

Bauperioden und Anfänge des Zwingers

  • 1709 bis 1714  Anfänge des Zwingers als Festplatz mit Holzgebäuden im Auftrag August des Starken
  • Ab 1711 Arbeiten an Gebäudetrakten aus Stein, die sich aus dem heutigen Mathematisch-Physikalischen Salon, der Bogengalerie und dem Nymphenbad zusammensetzten, unter dem Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann
  • 1714 bis 1718 Errichtung des Kronentors und der Langgalerien
  • 1716 Baubeginn des Wallpavillons
  • 1718/19 Südliche Pavillonbauten entstehen und nördliche Seite wird durch eine arkadenartige Kulissenwand geschlossen
  • 1719 vorläufige Fertigstellung des Zwingers anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten des Kurprinzen Friedrich August II., Sohn August des Starken
  • 1728 Fertigstellung der Zwingerbauten mit dem Glockenpavillon sowie der Bogengalerie als weiterer vorläufiger Bauabschluss
  • Nutzung der 204 mal 116 Meter großen Fläche als Grünanlage und Orangerie, sowie Unterbringung wertvoller Dresdner Sammlungen in den Gebäuden
  • Nach Augusts Tod 1733 weitere Pläne zur baulichen Erweiterung des Zwingers, die jedoch nicht umgesetzt wurden
Karte des Dresdner Zwingers
Karte des Zwingers in Dresden

Zwischen Restaurierung und Zerstörung

  • 1746 Bau eines hölzernen Opernhauses auf dem Areal des Zwingers, das bereits 1748 abbrannte
  • 1765 bis 1763 während des Siebenjährigen Krieges Nutzung des Areals und der Gebäude als Werkplatz und Magazin; Beschädigung durch Kanonenbeschuss
  • Gegen Ende des 18. Jh. Bedeutungsverlust des Areals, Rettung vor Rückbau durch seine Funktion als Aufbewahrungs- und Ausstellungsort
  • 1783 Erste Wiederherstellungsversuche und Ergänzungen durch Skulpturen
  • 1813 Starke Beschädigungen zu Zeiten der Napoleonischen Kriege
  • 1820 Zuschüttung des Zwingergrabens und damit Verlust der Wasserversorgung des Nymphenbades durch den Abbau der Stadtfestung
  • 1826 Durch Ausbau der Sophienstraße Rückbau der Außentreppe zum Obergeschoss des Stadtpavillons
  • 1847 bis 1855 Schließung der Baulücke zur Elbe hin durch die von Gottfried Semper entworfene Sempergalerie
  • 1849 Brandschäden am Zwinger, als beim Maiaufstand das Opernhaus hinter dem heutigen Porzellanpavillon verbrannte
  • 1852 bis 1857 Ergänzung der Südfassade durch barocke Bauten
  • 1880 bis 1898 Ausbesserung der Schäden am Mauerwerk durch Portlandzement, Eisenklammern und Ölfirnis, die den Sandstein langfristig stark angriffen
  • 1924 und 1936 umfassende Restaurierungsarbeiten am Zwinger
  • 1928 Zwingerhof wird durch die ursprünglich geplanten Springbrunnen ergänzt
  • 1936 Installation des Glockenspiels aus Meissner Porzellan im Glockenspielpavillon
  • 13./14. Februar 1945 Zerstörung des Zwingers während der Bombardierung Dresdens
Dresdner Zwinger: Ruine des Wallpavillons und der nördlichen Bogengalerie
Dresdner Zwinger: Ruine des Wallpavillons und der nördlichen Bogengalerie, nach dem 17.9.1945
  • Nach Kriegsende 1945 Wiederaufbau der Zwingerruine als Wahrzeichen Dresdens:
    Bis 1951 äußerlicher Wiederaufbau des Kronentors und der Langgalerien;
    1952 des Mathematisch-Physikalischen Salons;
    1953 des Glockenspielpavillons mit neuem Glockenspiel;
    bis 1954 des Nymphenbades, des Französischen Pavillons und des Wallpavillons;
    1955 bis 1956 Wiederaufbau der Gemäldegalerie;
    1956 Fertigstellung des ausgebrannten Ostflügels;
    1960 Fertigstellung des durch Sprengbomben zerstörten Westflügels
    1984 Beginn der Gesamtsanierung, die bis heute anhält

Heutige Nutzung

Hier finden Sie eine Übersicht über Museen in Dresden und Umgebung, und hier gibt es weitere Sehenswürdigkeiten in Dresdens Historischer Altstadt.

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Quellen:

Der Dresdner Zwinger
Dresden-und-Sachsen.de [nicht mehr erreichbar]
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Wikipedia







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